Massive Audio PAT50 Bedienungsanleitung Seite 10

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148 J KARDIOL 2008; 15 (5–6)
ÖKG-Jahrestagung – Abstracts
Zusammenfassung Die Inzidenz der revaskularisationspflichti-
gen Graftvaskulopathie nach HTX ist in dieser Serie niedrig. Der
Großteil der Läsionen ist mit einem individuellen Therapiekonzept
gut behandelbar. Trotz einer geringen Inzidenz an späten Therapie-
versagern, bleibt die routinemäßige Kontrollangiographie ein un-
verzichtbarer Bestandteil der guten Nachsorge dieser Patienten.
Prävalenz und Verbesserung gestörter Glukosetole-
ranz (IGT) bei Patienten mit koronarer Herzerkran-
kung (KHK) während eines stationären Rehabilita-
tionsprogrammes 039
U. Eherer, M. Wonisch
Rehabilitationszentrum der PV St. Radegund/Graz
Einleitung Patienten mit KHK haben eine hohe Prävalenz von
nicht diagnostiziertem Diabetes mellitus. Andererseits kann eine
langfristige Lebensstilmodifikation den Glukosemetabolismus ver-
bessern. Unklar ist, ob eine kurzzeitige Intervention einen Effekt
auf IGT oder Diabetes mellitus zeigt.
Der Hintergrund unserer Studie war, die Prävalenz von IGT bei
KHK-Patienten und den Effekt eines kurzfristigen stationären
Rehabilitationsprogrammes bei diesen Patienten zu zeigen.
Methodik Bei 235 konsekutiven Patienten mit KHK ohne be-
kannten Diabetes mellitus und normalem Nüchternblutzucker wur-
de zu Beginn des Aufenthaltes ein Glukosetoleranztest (OGTT) ent-
sprechend den WHO-Kriterien sowie eine Ergometrie durchge-
führt. Alle Patienten nahmen in der Folge an einem 3–4-wöchigen
stationären Rehabilitationsprogramm, bestehend aus Ausdauer-
training und cholesterinarmer Diät, teil. Am Ende wurden OGTT
und Ergometrie wiederholt.
Ergebnisse Bei Aufnahme hatten 35 Patienten (15 %) eine patho-
logische Glukosetoleranz, bei 4 Patienten (0,02 %) wurde ein Dia-
betes mellitus neu entdeckt. Am Ende des stationären Rehabilita-
tionsprogrammes (18 ± 4 Tage) konnte eine signifikante (p < 0,05)
Gewichtsreduktion (80 ± 14 vs. 78 ± 13 kg) sowie signifikante Ver-
besserung des OGTT-2h-Wertes (164 ± 25 vs. 15 ± 28 mg/dl) und
der Leistungsfähigkeit (87 ± 34 vs. 111 ± 33 W) dokumentiert wer-
den. Bei 3 der 4 (75 %) neu entdeckten Diabetiker verbesserte sich
dieser zu IGT, bei 12 Patienten (35 %) mit IGT normalisierte sich
die Glukosetoleranz.
Schlussfolgerung Unsere Ergebnisse bestätigen die hohe Präva-
lenz von IGT bei Patienten mit KHK und normalem Nüchtern-
blutzucker. Weiters zeigt unsere Studie, dass sogar ein kurzzeitiges
stationäres Rehabilitationsprogramm einen pathologischen Gluko-
semetabolismus bei diesen Patienten wesentlich verbessern kann.
Kardiale Rehabilitation eines Patienten mit dilatati-
ver Kardiomyopathie mit linksventrikulärem Assist
Device 099
U. Eherer
1
, B. Harb
1
, R. Groeller
1
, B. Balent
1
, A. Wasler
2
, M. Wonisch
1
1
Rehabilitationszentrum der PV St. Radegund/Graz;
2
Abteilung für Transplanta-
tionschirurgie, Medizinische Universität Graz
Einleitung Ausdauertraining ist eine etablierte Therapie für Pati-
enten mit stabiler Herzinsuffizienz, wogegen Benefit und Sicherheit
von körperlichem Training für Patienten mit linksventrikulärem
Assist Device (LVAD) nicht evaluiert sind.
Fall R.P.; 38 a; männlich; 178 cm; 69,4 kg
1994 Diagnose einer Dilatativen Kardiomyopathie nach Unter-
schenkelfraktur
1996 LVEF 20 %, Ergometrie bis 62 W (27 % Soll), für Herztrans-
plantation (HTX) gelistet
1999 LVEF 50 %, Ergometrie bis 125 W, von der HTX-Liste ge-
nommen
2006 Arrhythmiebedingte Synkope, ICD-Implantation nach Herz-
katheter, wegen Verschlechterung der LVEF neuerlich für HTX
gelistet
Nach einigen Wochen zu Hause neuerliche Dekompensation. Medi-
kamentöse Rekompensation erfolglos, daher Implantation eines
LVAD als Bridging zur HTX. Entlassung am 14. September, 5 Tage
später Aufnahme in unserem Rehabilitationszentrum für einen
4-wöchigen Aufenthalt.
Programm Ausdauertraining: Ergometertraining 5 W/20 min./
Tag, Spaziergänge 1,2 km bzw. 30 min./Tag
Krafttraining: Theraband (leicht) für Flexoren und Beine: 5 Wieder-
holungen, 2–3 Serien/Tag, Atemmuskeltraining, Physiotherapie:
Oberkörper, psychologische Betreuung.
Verlauf Das individuell gestaltete Training wurde gut angenom-
men und gut toleriert. Die NYHA-Klassifikation verbesserte sich
von III auf II–III und korrelierte mit dem Rückgang der Herzgröße
und pulmonal-venösen Stauungszeichen im Thoraxröntgen (Tabel-
le 2: Objektive Parameter).
Schlussfolgerung Die Teilnahme an einem kardiologischen
Rehabilitationsprogramm für einen Patienten mit LVAD war sicher
und effektiv, und verbesserte die kardialen Parameter ebenso wie
die Lebensqualität.
Blutdruckkontrolle bei Patienten mit chronischer
Nierenerkrankung 024
S. Enayati, B. Eber, T. Weber für das LIL-Board
Privatklinik St. Stephan, Wels
Einführung Die verbesserte Kontrolle des Bluthochdrucks hat
bekanntermaßen einen positiven Einfluss auf den Fortschritt der
chronischen Nierenerkrankung, aber nur wenig ist bekannt über die
Qualität der Behandlung in Erwachsenen – speziell im Hinblick auf
die veränderten bzw. strengeren Leitlinien.
Methodik Aus den Daten des LIFEinLIFE-Projektes haben wir
die Einstellung von systolischem und diastolischen Blutdruck er-
mittelt und beurteilt, welche Faktoren diese beeinflussen.
Ergebnisse Von den 18.565 Teilnehmern hatten 2,14 % einen
Blutdruck von < 130/80 mmHg, wohingegen unter den 1659 Teil-
nehmern mit chronischer Niereninsuffizienz 3,98 % einen Blut-
druck < 130/80 mmHg aufwiesen. Von den Teilnehmern mit unge-
nügend eingestelltem Blutdruck hatten 1,79 % einen systolischen
Blutdruck von < 130 mmHg mit einem diastolischen Blutdruck von
> 80 mmHg, wohingegen 7,36 % einen systolischen Blutdruck von
> 130 mmHg mit einem diastolischen Blutdruck von < 80 mmHg
aufwiesen.
Der Anteil der Nierenkranken mit einem kontrollierten Blutdruck
von < 130/80 mmHg stieg unter der Therapie mit Losartan von
3,98 % auf 14,09 %
Schlussfolgerung Die Kontrolle des Blutdrucks ist in der Bevöl-
kerung sehr schlecht, insbesondere unter Patienten mit chronischer
Tabelle 2: U. Eherer et al.
19.09.2006 17.10.2006
QoL/SF 36*
physischer SS 27 34.4
psychischer SS 27 39
QoL/Minesota** 80 61
NT-proBNP 3436 U/l 1816 U/l
Ergospirometrie
Pmax 60 W–33 % Soll
VO
2
max 13,5 ml/min/kg–37 % Soll
O
2
HFmax 6,3 ml
Ve/VCO
2
slope 40
Laktat max 3,36 mmol/l
USKG
LVEDD 74 mm 72 mm
LA 49 mm 44 mm
EPSS 28 mm 21 mm
* Höherer Score = Verbesserung; ** Niedrigerer Score = Verbesserung
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